Granada-Austausch 2016

Im Mai durften wir, 18 Schüler und Schülerinnen, die am diesjährigen Granada-Austausch teilnahmen, unsere Austauschpartner in Spanien besuchen.

Am Sonntagmorgen flogen wir von München nach Málaga, um von dort aus zwei weitere Stunden mit dem Bus nach Granada zu fahren. Am „Instituto Fray Luis de Granada“, der Schule der Spanier, wurden wir von den Familien herzlich in Empfang genommen. Nachdem wir unser Gepäck in die Wohnungen gebracht hatten, ging es für die meisten von uns direkt wieder in die Stadt, um dort ein Fußballspiel anzuschauen. Abschließend aßen wir in einer kleinen Tapas Bar zu Abend.

Der Montagmorgen begann mit einer Begrüßung in der Schule. Daraufhin machten wir einen Stadtrundgang mit den spanischen Lehrern und aßen Churros, ein typisches spanisches Frühstück. Gegen Abend durften wir die Alhambra, die beliebteste Sehenswürdigkeit Granadas, kennenlernen. Die Alhambra ist eine Stadtburg, die ein Beispiel für den maurischen Stil in der islamischen Architektur ist. Sie liegt auf einem Berg, so dass man sie schon von weitem sehen kann. Von der Burg hat man einen wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt. Die Alhambra gefiel uns mit ihren vielen Gärten und den Fundamenten der früheren Bauten sehr.

Am Dienstag fuhren wir einige Stunden Bus, um den Tag in Cordoba zu verbringen. Dort bekamen wir eine Führung und besichtigten unter anderem Patios, Innenhöfe mit Blumen an den Wänden, und eine große Moschee. Danach aßen wir gemeinsam in einem von außen gut wirkenden Restaurant zu Mittag, allerdings waren wir vom Essen etwas enttäuscht. Zurück in Granada zogen wir in einer größeren Gruppe zusammen mit den Spaniern mehr oder weniger planlos durch die Stadt. Am Schluss landeten wir wieder in einer Tapas Bar.

Auch am Mittwoch hatten wir ein straffes Programm. Diesmal ging es in die Alpujarras, ein Gebirge in der Provinz Granada. Dort durften wir eines der kleinen Pueblos Blancos (weiße Dörfer) auf eigene Faust erkunden. Danach waren wir noch an einem besonderen Wasserfall, der wegen seines hohen Eisengehalts eine rote Farbe hat. Außerdem trafen wir an diesem Wasserfall einige Hippies, die dort ihre Waren verkauften.

Am Donnerstag ging es in die nächste Stadt. Ronda ist bekannt für seine Stierkampfarena und die Stierkämpfe sowie für eine Schlucht, die die Stadt teilt. Auch dort hatten wir eine Führung, danach durften wir uns etwas zu essen holen und fuhren danach zurück nach Granada.

Den vorletzten Tag durften wir gemeinsam mit den Spaniern am Mittelmeer in Nerja verbringen. Allerdings ging es nicht sofort an den Strand, denn wir besichtigten am Vormittag noch eine sehr große und alte Tropfsteinhöhle, die uns sehr gefiel. Endlich durften wir baden und Volleyball spielen und danach in einem Strandrestaurant sehr gute Paella essen. Der Strandausflug war das Highlight der Woche, wir hatten mit den Spaniern sehr viel Spaß. Abends waren die Jungs alle auf einer Hausparty und die Mädchen in einer Bar.
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Der Samstag war der freie Tag in den Familien und jeder unternahm zusammen mit Freunden etwas. Für den Abend hatten die Spanier eine Abschlussparty in einem abgelegenen Ort für uns organisiert. Um drei Uhr nachts aber mussten wir aufbrechen, um zurück zum Flughafen zu fahren. Nach einer zehnstündigen Rückreise kamen wir müde aber wohlbehalten in Penzberg an.

Im Laufe unseres Aufenthalts sind uns durchaus Unterschiede zur deutschen Kultur aufgefallen. Zum einen waren die Unternehmungen mit unseren Austauschpartnern oftmals gemessen an unseren Gewohnheiten sehr spontan und ungeplant. So irrten wir manchmal stundenlang in der Stadt umher, ohne dabei zu wissen, wohin es gehen sollte. Auch Pünktlichkeit ist sicher so etwas typisch Deutsches, denn für unser Empfinden mussten wir häufig ziemlich lang auf andere warten. Zuletzt mussten wir uns auch sehr an das spanische Essen sowie an die Essenszeiten gewöhnen. Insgesamt aber hat uns die Reise dennoch sehr gut gefallen.

Judith und Tobi, 10A

11.07. 2016 – Aus dem Ausland – Granada-Austausch – Tobias Abendroth und Judith Glodowski, 10A

 

 

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