Vegetarismus – ein paar gute Gründe dafür

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Die einen halten den Verzicht auf tierische Produkte für den richtigen Weg, die anderen glauben, das sei nur ein modischer „Trend“. Die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander.

Zunächst einmal dazu, was man überhaupt unter einer vegetarischen Ernährung versteht: Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch, nehmen aber, im Gegensatz zu Veganern, trotzdem noch andere tierische Erzeugnisse wie Milch und Eier zu sich. Bei Vegetariern gibt es noch eine weitere Untergruppierung, die sogenannten „Pescetarier“. Diese verzichten nur auf Fleisch und konsumieren trotzdem weiterhin noch Fisch. Circa 22% der Weltbevölkerung ernähren sich fleischlos. Von diesen rund 1,6 Milliarden Menschen wiederum ernähren sich jedoch nur 5 % freiwillig vegetarisch. 95% aller Vegetarier leben in armen Ländern, in denen sie nicht die Möglichkeit haben, Fleisch als Nahrungsmittel zu bekommen.

 Die Gründe für eine freiwillige vegetarische Ernährung sind sehr vielfältig, sie reichen von Aspekten der Gesundheit bis hin zu Tier- und Klimaschutz. Am wichtigsten erscheint mir hier das Argument zum Umweltschutz: Es werden enorm große Urwaldflächen abgeholzt, nur um Soja anzubauen, welches dann an Tiere in aller Welt verfüttert wird. Meiner Meinung nach ist es inakzeptabel, dass für Tierfutter die artenreichen und einzigartigen Regenwälder weichen müssen. Außerdem werden für 1kg Fleisch 16 kg Soja und Getreide verfüttert, 20 000 Liter Trinkwasser verbraucht, 50 Quadratmeter Regenwald abgeholzt und mehr Treibhausgase erzeugt als bei einer 250 km langen Autofahrt!

 

Darüber hinaus kann man anführen, dass Tiere auch Lebewesen sind wie wir Menschen und somit genau das gleiche Recht darauf haben, zu leben und nicht als Konsumprodukt für den Menschen zu dienen. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass ein anderes Leben beendet wird. Warum sollten Menschen das Recht haben, Tiere zu töten? In Massentierhaltungen sind diese Lebewesen fürchterlichen Bedingungen ausgesetzt und werden oft auf qualvolle Weise getötet. Ich möchte nicht auf diese Weise leben – warum sollten sie dazu gezwungen werden? Nur weil Tiere sich nicht wehren und uns nicht sagen können, dass es ihnen schlecht geht und sie unglücklich sind?

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass es heutzutage wirklich sehr viele Alternativen zu fleischlichen Produkten gibt. Man kann Obst wie auch Gemüse auf leckere und vielfältige Art kalt und warm zubereiten. Wenn man nicht auf den Fleischgeschmack verzichten möchte, kann man zum Beispiel Mortadella, Wiener, Schnitzel und Frikadellen in vegetarischer Form konsumieren. Diese Produkte schmecken genauso gut wie Fleisch.

Natürlich muss jeder für sich selber entscheiden, wie er lebt und glücklich ist. Niemand, der Fleisch isst, soll in irgendeiner Weise mit diesen Überlegungen verurteilt werden. Vielleicht aber lässt sich doch hiermit der ein oder andere von Euch dazu anregen, über seinen Fleischkonsum nachzudenken, etwas weniger Fleisch zu essen oder auch ab und zu mal zu einem BIO- Fleischprodukt zu greifen.

Marie Hempel, 10A

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