Buchempfehlung: „Die Welle“, in der Version von Kerstin Winter

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Der Roman „Die Welle“ von Morton Rhue, erschienen 1981, basiert auf einem wahren Experiment, welches im Herbst 1968 an einer High School stattgefunden hat. Der Roman wurde 2008 in Deutschland verfilmt. Zum Film gibt es auch ein Buch, von Kerstin Winter 2008 geschrieben.

Die Geschichte handelt von einer Schulklasse, welche in einer Projektwoche mit ihrem Autokratie-Lehrer ein Experiment startet. Der Lehrer, Rainer Wenger, fragt die Schüler am Anfang der ersten Stunde, was Autokratie überhaupt ist. Nach ein paar Minuten fallen die Begriffe „Diktatur“ und „Drittes Reich“, wobei die Schüler der Meinung sind, dass solche Entwicklungen heutzutage wegen der guten Aufklärung nicht mehr möglich seien.

Sie beschließen, während der Projektwoche ein Experiment zu starten, in welchem Herr Wenger die zentrale Leitfigur ist. Als erstes stellt der Lehrer ein paar Regeln auf. Zum Beispiel dürfen ihn seine Schüler nicht mehr mit dem Vornamen anreden und sie dürfen nur etwas sagen, wenn der Lehrer ihnen das Wort erteilt, dabei müssen sie aufstehen. Nicht alle Schüler sind mit den Regeln einverstanden und rebellieren, am Ende des Schultages jedoch macht fast jeder mit.

Am nächsten Tag ist Herr Wenger überrascht darüber, wie gut sich die Schüler an die Regeln vom Vortag halten und stellt eine weitere auf. Die Schüler müssen den Rest der Woche Uniform tragen, bestehend aus einer Jeans und einem weißen Hemd. Außerdem hat eine Schülerin den Kurs gewechselt, dafür sind aber drei neue Schüler dazugekommen.

Die nächste Veränderung gibt es am dritten Tag. Die Klasse bekommt den Namen „Die Welle“, ein Logo und eine Homepage werden erstellt. Der Lehrer ist begeistert davon, wie gut seine Schüler mitmachen. Allerdings beginnen diese auch damit, Schüler, welche „Die Welle“ nicht gut finden, auszuschließen und zu schikanieren.
Als die Schüler „Die Welle“ immer ernster nehmen, sich ihre Freizeit immer mehr um „Die Welle“ dreht und illegale Sachen gemacht werden, will Herr Wenger das Experiment abbrechen. Doch es ist zu spät. „Die Welle“ gerät außer Kontrolle…

Ich finde das Buch sehr interessant und auch informativ. Es ist erschreckend zu lesen, wie schnell sich eine Diktatur entwickeln kann. Außerdem ist es beängstigend zu wissen, dass das Experiment „Die Welle“ erfolgreich gewesen ist: Es hat gezeigt, dass, obwohl die Schüler aufgeklärt gewesen sind, eine Diktatur heutzutage möglich wäre und wie schnell sich die Beteiligten verändert haben. Was am Anfang nicht so gut bei den Schülern angekommen ist, haben sie am Ende selbst durchgesetzt, unter anderem auch mit Gewalt. Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch und – wer keine Lust hat das Buch zu lesen, es gibt ja auch den Film.

Katrin, 10A

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