Formel 1 in der Schule

Unser dritter Platz beim Bundesentscheid

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Vom 28. April bis zum 1. Mai durften wir das Gymnasium Penzberg und auch das Bundesland Bayern im Juniorenbereich bei der deutschen Meisterschaft des Wettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ als Team „SoL“ (Speed of Light) vertreten.

Im September letzten Jahres haben wir uns entschlossen, an dem Projekt „Formel 1 in der Schule“ teilzunehmen. In diesem geht es darum, ein kleines Rennauto zu entwickeln, es aus einem Polyurethan-Hartschaum-Block zu fräsen, mit einer Präsentation vorzustellen und einen Teamstand dafür aufzubauen. Das Auto fährt dann beim Wettkampf mithilfe einer Gaskartusche, die hinten im Auto sitzt, eine 20 Meter lange Bahn entlang.

Das Auto muss bei der Entwicklung an verschiedene Regeln angepasst werden. Wir haben in der Firma Niebling GmbH in Penzberg unseren Hauptsponsor gefunden, der unser Auto gefräst hat. Im März sind wir mit unserem Auto, unserer Präsentation und dem Teamstand im Gepäck zunächst einmal nach Wiesau in der Oberpfalz zur Bayerischen Meisterschaft gefahren. Der Wettbewerb ist in zwei Altersklassen unterteilt, die Junioren (11-14 J.) und die Senioren (15-19 J.). Wir sind im Juniorenbereich angetreten. In Wiesau haben wir völlig überraschend die Landesmeisterschaft gewonnen und durften somit Ende April nach Potsdam fahren.

Wir hatten danach weitere sechs Wochen Zeit, unser Auto, unsere Präsentation und vor allem unseren Teamstand zu verbessern. Der Produktionsingenieur unseres Teams hat mit Hilfe der Schreinerei Baumgartner, bei welcher er im November sein Berufspraktikum gemacht hatte, einen schlichten, aber schönen, selbst entworfenen Teamstand gebaut. Das Auto haben wir im wesentlichen leichter gemacht, d. h. auf 55 g reduziert, die Grundform haben wir dafür wie schon zu Beginn mit Hilfe des Programms „Solid Edge“ etwas schlanker designt. Wir haben auch den Lack stärker aufgetragen. Damit haben wir auch Präsentation und Portfolio wieder etwas ändern müssen.

Ende April sind wir mit nicht allzu hoher Erwartung zur deutschen Meisterschaft gefahren, die im Filmpark Babelsberg in Potsdam ausgetragen worden ist. Als wir angekommen sind, haben wir gleich erkannt, dass das Niveau deutlich gestiegen ist und dass dies eine harte Tour werden würde. Nachdem die Rennen gefahren und die Präsentationen gehalten waren, kamen wir zu dem wohl spannendsten Teil, der Siegerehrung. Unser Team wurde als bestes Newcomerteam ausgezeichnet und gewann außerdem die Auszeichnungen für den besten Teamstand und für die beste Konstruktion. Mit der Zeit stieg die Spannung und schließlich wurde verkündet: „Das Team SoL aus Penzberg hat den dritten Platz bei den Junioren belegt!“, was für mächtig Stimmung bei uns sorgte. Mit durchschnittlich 64 km/h hatten wir bei den Junioren das zweitschnellste Auto gehabt!

Der Wettbewerb ist auf jeden Fall zu empfehlen. Jedoch muss man gewisse Grundanforderungen erfüllen, dazu gehören Teamarbeit und Durchhaltevermögen. Außerdem braucht man einen tollen Sponsor: Herr Lang und Herr Doll von der Firma Niebling haben mit uns viele Stunden in der Werkstatt verbracht. Herr Drexler, der Geschäftsführer, ist sogar mit uns nach Wiesau und nach Potsdam gefahren. Der Förderverein des Gymnasiums hat uns finanziell sehr unterstützt. Und natürlich gehört zu so einem Projekt auch eine so engagierte Lehrerin wie Frau Gloeck.
Eines steht fest, in der Oberstufe wollen wir wieder mitmachen.

Wir danken auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich unseren Sponsoren, den Firmen Niebling, Proto Labs, BMW Widmann + Winterholler, Nagel und Oberlandla sowie dem Förderverein unserer Schule.

Frederic, 9E, für das Team SoL

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