Besuch im Berufsorientierungscafé mit dem Ingenieur Hr. Gunkel

30-2000

Am 4. Mai konnten wir mit Herrn Gunkel einen Ingenieur bei uns im Berufsorientierungscafé begrüßen.

Bei einem Telefonat vor dem Termin am Mittwoch haben wir bereits erfahren, dass er bei der Firma EMT arbeitet, welche Drohnen herstellt. Er hat uns erzählt, dass sein Vater eine Firma für Metallteile gehabt hat, und dass er, nachdem er mit 18 Jahren alleine den Motor seines Autos repariert hatte, sich entschieden hat, einen Beruf in dieser Richtung zu ergreifen. Er hat in Karlsruhe Maschinenbau studiert, spezialisiert auf Mechatronik, Elektronik und IT. Damals haben 70 % der Studenten ihr Studium nach dem ersten Semester abgebrochen, was aber größtenteils an mangelndem Interesse gelegen hat.

Außerdem hat er ein einjähriges Praktikum in China bei einer deutschen Firma absolviert, wo er viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und einen Einblick in die chinesische Kultur bekommen hat. So würde er auch ein längeres Auslandspraktikum jedem empfehlen. Für seinen Beruf ist eine technische Grundausbildung von großer Bedeutung, ebenso wie menschliche und sprachliche Kompetenzen für den internationalen Austausch.

Beim Treffen in der Moschee gab er uns auch nützliche Tipps für unsere eigene Berufswahl. Da viele Studenten ihr Studium im Laufe der Zeit abbrechen, rät er uns, uns genau zu überlegen, was wir denn eigentlich studieren wollen und was uns ausreichend interessiert, um es auch als späteren Job ausführen zu können. Wenn man einen Job gefunden hat, der einem Spaß macht, sollte man diesen unbedingt weiter ausführen und sich darin weiterbilden.

Beispielsweise wurde uns gesagt, dass viele nach ihrem Studium oder ihrer Ausbildung keine Sachbücher mehr lesen. Wenn wir aber jeden Monat ein Buch zu einem Thema, welches uns interessiert, lesen, dann erweitert sich unsere Komfortzone. Uns wurde die Vorstellung davon bildlich erklärt: Jeder Mensch hat eine Komfortzone mit Dingen, die er schon erlernt hat, wie zum Beispiel gehen. Dieser Bereich kann sich nicht mehr verkleinern, jedoch zum Beispiel durch das Lesen von Büchern erweitert werden. Man kann nicht mehr schaffen, als man sich vorstellen kann, aber man kann schaffen, was man sich vorstellen kann, deswegen soll man nie an seinen Träumen zweifeln.

Am Ende der Veranstaltung gab er uns noch Hilfen dafür, wie wir unsere Komfortzone erweitern können: Erstens, wenn man zum Beispiel auf einen Studienplatz warten muss, sollte man nicht nutzlos zuhause rumsitzen, sondern beispielsweise ein freiwilliges Soziales Jahr machen oder sich umorientieren.
Zweitens sollte man sich einen konkreten Plan z.B. für die Wohnungssuche und andere Vorhaben machen, um seine Ziele leichter zu erreichen. Drittens sollten wir unsere eigenen Fehler eingestehen und akzeptieren statt uns rauszureden und die Schuld auf andere zu schieben.

Laura Klose und Katrin Tremmel, 10A

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