Jugendarbeit

Der Weg zur Konfirmation – Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche

Artikel 21

Jedes Jahr um Pfingsten herum wird in der Evangelischen Kirche die Konfirmation von Jugendlichen gefeiert. Das Fest und allgemein die vorangehende Konfirmationsvorbereitung ist für die 13-14jährigen eine ganz besondere Zeit, in der man viel erlebt, neue Freundschaften knüpft und mit dem Höhepunkt dieser Zeit, der Konfirmation, ein Stück erwachsener wird. Zumindest in der Evangelischen Kirche wird man nach der Konfirmation als erwachsen und als vollständiges Mitglied der Gemeinde anerkannt.

Im Dekanat Wolfratshausen, von dem ich hier berichten möchte, geht man als Konfirmand einmal pro Woche zum Konfirmandenunterricht und fährt zweimal über das Wochenende auf eine ‚Konfifreizeit‘. Während dieser Zeit werden die ‚Konfis‘ vom Pfarrer, der Diakonin und den zwei Jahre älteren Mentoren begleitet. Die Arbeit als Mentor kann man zwei Jahre nach seiner Konfirmation anfangen, das habe auch ich so gemacht. Wir ‚Mentis‘ haben jede ‚Konfistunde‘ und auch die Freizeit mit dem Pfarrer und der Diakonin geplant und vorbereitet.

Die Arbeit als Mentor war mit je eineinhalb Stunden Vorbereitung und ‚Konfiunterricht‘ relativ zeitaufwendig, aber sehr schön und erfahrungsreich. Man erlebt die ganze Zeit, die man als Konfirmand hatte, noch einmal komplett neu aus einer anderen Perspektive. Die Konfirmanden und Konfirmandinnen – oder auch unsere ‚Konfis‘ – dabei zu beobachten, wie sie sich im Laufe der Zeit weiter entwickeln, wie sie Freundschaften knüpfen, wie die Schüchternen immer weiter aus sich herausgehen, die ganze Gruppe inklusive der ‚Mentis‘ zusammenwächst und noch vieles Weiteres ist etwas ganz Besonderes. Man selbst lernt viel dazu, vor allem Verantwortung zu tragen. Wir ‚Mentis‘ wurden immer mehr zu Bezugspersonen und oftmals auch zu Freunden der ‚Konfis‘. Man erlebt zusammen so viel Verschiedenes, sei es miteinander zu diskutieren, sich mit Themen wie Behinderung oder Drogensucht zu befassen oder auch einfach nur füreinander da zu sein.

Auf den ‚Konfifreizeiten‘, die beide in Agatharied stattfanden, ist innerhalb eines Wochenendes so viel passiert, was die Gruppe auch weiter hat zusammenwachsen lassen. Und nach all diesen Erlebnissen und Erfahrungen war es nun vor kurzem für unsere ‚Konfis‘ so weit. Die Konfirmationen standen bevor, insgesamt fanden vier an zwei Sonntagen statt. Und da waren sie, unsere ‚Konfis‘, hübsch gemacht mit der ganzen Familie im Gepäck. Der Gottesdienst war sehr schön und neben dem Pfarrer und der Diakonin haben auch wir ‚Mentis‘ viel dazu beigetragen. Aber neben dem schönen Moment der Konfirmation habe ich auch bemerkt, dass diese Zeit leider vorbei ist und dass sie doch so schnell vergangen ist, wie man es eigentlich gar nicht erwartet hatte.

Ich fand diese Zeit wirklich schön und bin sehr froh darüber, die Arbeit als Mentorin gemacht zu haben. Nicht nur die ‚Konfis‘ haben sich im Laufe dieses knappen Jahres weiterentwickelt, sondern auch wir ‚Mentis‘. Ich freue mich schon darauf, demnächst als Jugendleiterin die Gruppe weiterzuführen.

Anna Meckel 10A

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