Trommeln, Reden, Kochen

Gemeinsames Warten auf den Asylbescheid

Ag Konversation und Bildung

Letzte Woche hat das Landratsamt bekannt gegeben, dass alle Asylbewerber aus einem sogenannten „sicheren Herkunftsland“ in die Turnhalle nach Schongau gebracht werden sollen. Dies hat besonders die Senegalesen betroffen, von denen neun in Penzberg wohnen, seit schon mehr als einem halben Jahr. Daraufhin hat der Helferkreis Unterschriften gesammelt für eine Petition mit dem Ziel, dass die Senegalesen in Penzberg bleiben dürfen.


Hier haben sie nämlich Kontakte, arbeiten in Ein-Euro-Jobs, sind in Sportvereinen, haben Freunde gefunden, bekommen Deutschunterricht und sind mit uns jeden Dienstagabend in unserer „AG Konversation in der Moschee“ zusammen. Im Moment sind die jungen Männer sehr erleichtert, dass sie hierbleiben können, erst einmal jedenfalls bis Mitte Januar. Dann wird neu verhandelt mit dem Landratsamt. Aber insgesamt ist die Situation sehr kritisch, sie haben Angst vor der Ablehnung ihres Antrags und der Abschiebung. Die Wartezeit ist für sie sehr bedrückend.
In dieser Situation ist es für sie eindeutig schöner, wenn sie in kleinerer Zahl mit anderen Menschen etwas Schönes zusammen erleben können wie z.B . das Trommeln Anfang November auf dem Penzberger Laternenmarkt. Dafür hat in der Fahrradwerkstatt neben der Moschee ein Trommelworkshop stattgefunden. An diesem haben die Senegalesen und interessierte Schüler teilgenommen. Das Ganze hat der Percussionlehrer Reiner Feustel geleitet, der uns auch ein paar coole Trommelmoves gezeigt hat.
Auf dem Stadtplatz am Sonntag sind dann die Leute aufgefordert worden, mit zu trommeln. Wenn Menschen zusammen Musik machen, lernen sie sich besser kennen und haben Spaß miteinander. Und man lernt auch noch etwas Neues. Genauso ist es gewesen, als wir zwei Wochen später alle zusammen afrikanisch gekocht haben.
Wenn die Senegalesen bis zum Ende ihres Verfahrens in Penzberg bleiben könnten, wäre es für sie viel besser als in einer überfüllten Turnhalle, wo Reibereien auftreten können. Für Ihr Asylverfahren können wir ihnen nur die Daumen drücken. Und sie sollen wissen, dass wir sie für eine Bereicherung für unsere Gesellschaft halten würden.
Korbinian Leitner, 9D

Ein Gedanke zu “Trommeln, Reden, Kochen

  1. Anette Völker-Rasor schreibt:

    Das funktioniert ja ganz hervorragend mit dem Abonnement! Wie sehr habe ich mich eben über den Eingang einer Mail mit dem Absender „GYP informiert“ gefreut! Vielen herzlichen Dank für diesen tollen Service!!! A. Völker-Rasor

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